Feuer
Ganz klein beginnt es. Es beginnt immer
ganz klein, mit einem Funken am Waldesrand. Stolz und erhaben ragen die Bäume
in den Himmel. Jahrzehnte des Wachstums schenkten ihnen diese enorme Höhe. Sie
rühren sich nicht, sind einfach da. Und dann kommt er, dieser kleine Funke,
nistet sich ein zwischen welken Gräsern und Blättern, unbekümmert und leicht,
teilt sich und steckt seine Umgebung an, wird zusehends größer und stärker,
wächst fort, bis die ersten Flammen züngeln, übergreifen aufs Unterholz und
hurtig weiterspringen, von einem Blatt zum nächsten, von einem Ast zum
nächsten, arbeiten sich unablässig empor, bis zu den höchsten, strahlendsten
Gipfeln. Selbst die müssen sich den Flammen beugen, die doch zu Anfang nichts
weiter waren als ein kleiner Funken am Waldesrand.
