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1912 Adventgeschichte: Das gewebte Bild (19):


Ein Abschluss


„Ich habe den Eindruck, Du gehst Deiner Verantwortung aus dem Weg“, sagte Uwe zu Maria an diesem neuen Tag.
„Wie kommst Du darauf?“, entgegnete Maria ausweichend, „Ich mache doch alles was zu machen ist.“
„Nein, das meine ich nicht, und das weißt Du ganz genau“, erwiderte Uwe, „Da steht nun Dein Auto und darin liegen Dein Handy und Dein Laptop. Du hast seit fast drei Wochen weder telephoniert noch E-Mails abgerufen noch sonst irgendwas erledigt.“
„Das hat alles Zeit“, versuchte Maria es zu bagatellisieren, unterstützt von einer wegwerfenden Handbewegung.
„Wenn Du eine Entscheidung triffst, oder besser getroffen hast, dann musst Du sie auch leben. Sonst holen Dich die nicht erledigten Dinge immer wieder ein“, meinte Uwe, „Und vor allem, es ist wichtig alles in Ordnung zu hinterlassen. Aber wer weiß, vielleicht machst Du es nur deshalb nicht, weil Du Dir noch nicht sicher bist.“
„Natürlich bin ich mir sicher!“, erwiderte Maria heftig, wohl ein wenig zu heftig. Sie fühlte sich bei einer Nachlässigkeit ertappt. Aber sie wusste, es würde nicht leicht sein.