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Maria und Joseph: Geschichten für den Advent


Maria und Joseph: Adventgeschichten

Maria und Joseph: Geschichten für Ihren Advent


Maria und Joseph, eine katholische Religionslehrerin und ein evangelischer Pastor, ziehen in einen kleinen Ort. Lebendige Begegnungen geschehen und erzählen wie Miteinander-Leben und Gegenseitig-Helfen funktionieren können.

Maria und Joseph: Ein sonderbares Paar

Maria und Joseph ziehen in einen kleinen Ort und fallen sofort auf, weil sie keinen Fernseher und kein Auto besitzen, doch rasch wird klar, dass dies zwar ungewöhnlich, aber nicht beängstigend ist. Begegnung geschieht auf Augenhöhe, in aller Offenheit und Zugewandtheit. Die Menschen gehen aufeinander zu und beginnen ihre Vorurteile abzulegen. In der Nacht der Weihnacht geschieht so wahrhaft ein Weihnachtswunder, das in all seiner Selbstverständlichkeit Staunen erweckt.

Maria ist für ihre Schüler da

Natürlich ist es für sie wichtig ihren Stoff zu vermitteln und den ihr anvertrauten Kindern etwas Beizubringen, doch es gibt, neben der fachlichen, auch die menschliche Ebene. Ihre Schüler nehmen ihre Probleme und Sorgen mit in den Unterricht. Maria kann es nicht einfach ignorieren, sondern versucht ihnen so gut wie möglich zur Seite zu stehen, und sie lässt sie erkennen, dass sie die Lösung in sich tragen. Oft bedarf es nur einer kleinen Handreichung dies zu entdecken.

Joseph lebt Gemeinde

Joseph ist in seiner Funktion nicht einfach nur Amtsperson, sondern er signalisiert von Anfang an Zugänglichkeit, möchte die Menschen kennenlernen und von ihnen lernen. So geschieht es schon sehr bald, dass diese sich ihm anvertrauen und seine offene Hand annehmen, sich halten und führen lassen, zu dem, was an Kräften und Stärken immer schon in ihnen schlummerte. Er schenkt ihnen die Möglichkeit zu sich selbst. Er ist für sie da, so wie Jesus es einst für die Menschen war, die zu ihm kamen.

Gemeinsam den Advent erleben

Und so erleben sie die Zeit des Advent, des Weges hin zum Weihnachtsfest als eine gemeinschaftsstiftende, die die Menschen nicht auseinander- sondern zusammenführt, erleben eine Ankunft mitten im Leben, dessen integrative und lebenspendende Kraft sich tatsächlich in der Heiligen Nacht in einem ganz besonderen Ereignis, in einer Ankunft, offenbart.

Das Adventkalenderbuch, Maria und Joseph, ein Begleiter durch Ihren Advent wird sie die Botschaft von Weihnachten neu entdecken lassen.

Buchvorstellung: "Zweisprache"


Zweisprache


Der Herbst die da. Die Blätter fallen von den Bäumen und wollen gebündelt, gebunden werden, am besten in ein Buch, denn auch die Abende werden länger und laden ein zu lesen. Wo es sich trifft, so hier, wenn mich das Leben wieder hat, auf eine ganz neue Art und Weise, wenn sich die Hitze des Sommers in der Erinnerung verklärt, dann ist das Zwischenzeit, zwischen Hitze und Kälte, zwischen dem Nicht-mehr des Sommers und dem Noch-nicht des Winters. Sommer und Winter sind klar und überschaubar. Hitze und Kälte. Frühling und Herbst sind Übergänge, die Unentschlossenheit und das Wagnis. Abschied, der schon vollzogen ist, und Begrüßung, die noch aussteht. Zwischenzeit. Unsicherheit. Abschied, der mich umfängt mit Melancholie und Nostalgie. Abschied vom Sommer. Abschied von Dir. Gerade erst hat er sich eingestellt. Der Sommer. Du. Ich blicke zurück, weil das Zurück sicher ist. Nur der Blick nach vorne geht in die Offenheit. Unsicherheit, auch im Aufeinanderzugehen. Alles, was ich von Dir weiß ist, Du bist ein Mensch, wenn ich mich damit nicht aufhalte mich von Äußerlichkeiten ablenken zu lassen. Alles was ich weiß. Ein Mensch. Wie ich. Und doch ganz anders. Ein eigenes Universum. Du. So wie ich Dir. In der Offenheit geschieht Annahme, Ermöglichung. Niemals werde ich erfahren wie es sich anfühlt Du zu sein. Genauso wenig wie Du je weißt, wie es ist Ich zu sein, aber wir können es uns erzählen. In der Gebrochenheit der Sprache, Deiner und meiner, uns erzählen wie es ist Du zu sein, Ich zu sein. Glück und Schmerz in einem. Die Gebrochenheit des Menschen. Glück Dich erweiternd zu erfahren, aber auch der Schmerz nie restlos zu verstehen. Wir haben nichts weiter als die Sprache, um uns zu erfahren, doch wenn wir sie sorgsam handhaben, so bringt auch sie uns weiter. Dennoch nur Krücke. Niemals wird die Heilung vollständig sein. Denn die Sehnsucht bleibt und die Möglichkeit des Verlustes. Wiewohl auch der Verlust niemals ein gänzlicher ist, denn was wir uns schenkten, das können wir nicht mehr verlieren. Es ist eingebrannt wie das Erleben, wie das Geboren-werden, das Leben und das Sterben. Wie das Annähern, das Verbinden und das Entbinden.

Zweisprache lebendigen Atems
Zweisprache der Annnährung
Zweisprache des Erkennens
Zweisprache des Verwebens
Zweisprache des Verlierens
Zweisprache der Sehnsucht
Zweisprache des Wiederfindens
Zweisprache aus Ich und Ich
Zweisprache aus Du und Du
Zweisprache bis zum Wir
Zweisprache der Veränderung
Zweisprache der Treue

Zweisprache – Deine und meine Sprache, gewillt zu verstehen, sehnend, träumend, beglückend und erfüllend.
Zweisprache – manchmal zum Dialog findend.

Der Herbst ist da, und unsere „Zweisprache“ ist gebündelt und gebunden.