Sich selbst zu überwinden
Maria von Matialis machte sich selbst und ihren
Vorstellungen von sich selbst keine Ehre mehr. All die Stärke, die in ihrem
Auftreten lag und ihren Taten, war verloren gegangen, irgendwo auf dem Weg
zwischen Wien und diesem abgelegenen Ort. Irgendwo zwischen den Tagen hatte sie
sich selbst verloren. Vielleicht war verloren nicht ganz das richtige Wort. Es
war mehr eine Diskrepanz zwischen dem was sie von sich selbst erwartete und wie
sie sich sah, und dem, was sie hier tat und präsentierte. Eine Kluft, die
mitten durch sie selbst hindurchging, scheinbar unversöhnlich und ohne die
geringste Möglichkeit die beiden Teile wieder zu versöhnen. Sie begann ihr bisheriges
Leben zu hinterfragen, und allein dieses Hinterfragen ängstigte sie.
